Moschusbock
Reich
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Ordnung
Familie
Gattung
SPEZIES
Aromia moschata

Der Moschusbock (Aromia moschata) ist eine Käferart und gehört zur Familie der Bockkäfer. Er ist der einzige Vertreter der Gattung Aromia, der in Europa heimisch ist. Der Name dieser Käferart ist auf ein stark moschusartig riechendes Sekret zurückzuführen, das die Tiere aus Hinterbrustdrüsen absondern können. Dieses wurde früher zum Parfümieren von Pfeifentabak verwendet.

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Der Asiatische Moschusbockkäfer (Aromia bungii) in derselben Gattung ist ein gefährlicher Baumschädling, der nach Italien und in Deutschland in die Gegend um Rosenheim in Südbayern eingeschleppt wurde.

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Aussehen

Die Imagines haben gewöhnlich eine Körperlänge von 13 bis 34 mm, einzelne Exemplare messen auch bis zu etwa 40 mm. Die Färbung ihrer metallisch glänzenden Körper variiert. Manche Moschusböcke schimmern kupfern oder bronzefarben, andere sind blauviolett oder grünlich. Bei den männlichen Tieren sind die Fühler länger als der Körper und das Pygidium von oben nicht zu sehen. Bei den weiblichen Tieren sind die Fühler kürzer als der Körper oder körperlang, zudem ragt das Pygidium von oben betrachtet deutlich unter den Flügeldecken (Elytren) hervor.Die Augen der Moschusböcke umwachsen die Fühlerbasis von hinten, da die solide Verankerung der langen und kräftigen Fühler und die Muskulatur zu deren Bewegung viel Platz in Anspruch nehmen und den Augen nicht genug Raum geben, um sich in einer runden Form auszubilden. Der Halsschild der Moschusböcke ist bedornt. Beide Merkmale sind auf dem Detailfoto zu erkennen.

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Die Larven kommen in zwei morphologisch unterschiedlichen Ausprägungen vor. Larven vom Typ a zeichnen sich dadurch aus, dass sich ihre breiteste Stelle im Bereich des Prothorax befindet. Dahinter verengt sich die Körperform. Die Körperform von Typ b erscheint dagegen eher zylindrisch und kompakt. Auch bei den Mundwerkzeugen und in der Zeichnung des Pronotums (des vorderen Rückensegments) gibt es Unterschiede. Gemein sind ihnen die 3 Paar kurzer, aber noch klar als viergliedrig erkennbarer Beinchen und die hellgelbliche Körperfarbe. Verglichen mit den adulten Käfern sind die Larven vom Quarantäneschaderreger Aromia bungii schwerer zu unterscheiden.

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Verteilung

Erdkunde

Die Käfer sind in ganz Europa und in den gemäßigten Zonen Asiens zu finden.

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Aufgrund des Rückganges von Erwerbszweigen wie der Korbflechterei ist die Pflege und Bewirtschaftung der Kopfweiden stark zurückgegangen. Durch Entwässerung und intensive forstwirtschaftliche Nutzung verbleiben auch immer weniger Auwälder und Erlenbrüche, in denen sich die Larven entwickeln können. Diese Faktoren haben zu einem merklichen Rückgang des Bestandes geführt. Dem Moschusbock wurde daher gemäß BNatSchG und BArtSchV der Schutzstatus „besonders geschützt“ eingeräumt. Naturschutzorganisationen, wie beispielsweise der NABU oder der BUND, pflegen noch vorhandene Kopfweidenbestände, um unter anderem dem Moschusbock ein Überleben zu sichern. Hilfreich ist auch, wenn auf den sofortigen Einschlag von kränkelnden Bäumen – beispielsweise Pappeln – verzichtet wird und Wälder nicht allzu reinlich vom Totholz befreit werden.

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Gewohnheiten und Lebensstil

Die Imagines ernähren sich von Pollen und ausfließenden Säften von Bäumen. Daher sind die Tiere unter anderem in Wäldern, insbesondere in totholzreichen Hartholz- und Weichholzauen, Gärten oder Parks auf Blüten anzutreffen. Dabei bevorzugen sie aufgrund ihrer Größe Blütendolden, wie etwa die vom Schwarzen Holunder. Die Imagines leben nur wenige Wochen im Sommer. Man findet die Käfer von Juni bis August auf ihren Brutbäumen in Höhen von 1 bis über 7 Metern. Vor allem Mitte bis Ende Juni schlüpfen die Käfer an heißen Tagen relativ gleichzeitig und sind dann gruppenweise in den späten Nachmittags- und Abendstunden beim Umherwandern auf dem Stamm zu sehen. Hier findet auch die Paarung und die Eiablage statt. Während dieser Phase werden die Brutbäume oft gezielt von Spechten sowie von Rabenvögeln wie Eichelhähern, Elstern und Rabenkrähen aufgesucht, sodass einige dieser Käfer jenen Vögeln zum Opfer fallen. Fühlt sich ein Moschusbock bedroht, lässt er sich sofort mit geöffneten Flügeln fallen und sucht am Fuß des Stammes hektisch nach Versteckmöglichkeiten. Wird er festgehalten, so gibt er quietschend-zirpende Abwehrlaute von sich (siehe Stridulation).

Fressverhalten und Ernährung

POPULATION

Referenzen

1. Moschusbock artikel auf Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Moschusbock

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