Land

Vereinigtes Königreich

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Das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland, kurz Vereinigtes Königreich, ist ein auf den Britischen Inseln vor der Nordwestküste Kontinentaleuropas gelegener europäischer Staat und bildet den größten Inselstaat Europas.

Geographie

Das Vereinigte Königreich besteht aus der Hauptinsel Großbritannien und etwa einem Sechstel der Insel Irland. Um die Hauptinsel liegen ungefähr 800 kleinere Inseln; die wichtigsten Inselgruppen sind Shetland und Orkney in der Nordsee nördlich von Schottland, die Äußeren Hebriden und die Inneren Hebriden im Atlantischen Ozean westlich von Schottland, Anglesey in der Irischen See nördlich von Wales, die Scilly-Inseln in der Keltischen See südwestlich von England sowie die Isle of Wight im Ärmelkanal vor der englischen Südküste. Die einzige Landgrenze besteht auf der Insel Irland zur Republik Irland; diese ist 360 Kilometer lang.

Klima

Das Vereinigte Königreich liegt ganz in der gemäßigten Klimazone. Das Klima ist feucht und aufgrund des Einflusses des Golfstroms wärmer als in anderen Gebieten auf den gleichen Breitengraden. Aufgrund der Lage des Landes in der Konvergenzzone von kalter polarer und warmer tropischer Luft ist das Wetter sehr unbeständig. Allgemein ist das Klima im Süden und Osten wärmer und trockener als im Norden und Westen. Die Regenmenge beträgt im Norden durchschnittlich 1000 mm pro Jahr, im Süden 700 mm. Am feuchtesten ist es in den westlichen Highlands mit über 3000 mm jährlich, am trockensten in Essex mit 600 mm (in besonders trockenen Jahren sogar nur 450 mm).

Während zwei Dritteln des Jahres ist der Himmel bewölkt, so dass die durchschnittliche jährliche Sonnenscheindauer relativ gering ist. An der englischen Südküste beträgt diese 1750 und 2100, im westlichen Teil Schottlands oft weniger als 1000 Stunden. Das Land ist relativ selten von Naturkatastrophen betroffen, vor allem im Winter können jedoch starke Sturmwinde (bis zu Orkanstärke) und Überschwemmungen auftreten. Nebel tritt vor allem im Winter in den bergigen bzw. hügeligen Regionen sowie an der Küste auf.

Die höchste je im Vereinigten Königreich gemessene Temperatur ist 40,3 °C am 19. Juli 2022 in Coningsby und Waddington, zwei Ortschaften in der Grafschaft Lincolnshire in der Region East Midlands. Am kältesten war es am 30. Dezember 1995 bei Altnaharra in Sutherland mit −27,2 °C. Da die Durchschnittstemperatur auch im Winter meist über dem Gefrierpunkt liegt, fällt nur wenig Schnee. Ausnahme sind die schottischen Highlands, wo während einigen Wochen die Schneedecke dick genug ist, um Wintersport ausüben zu können.

Auswirkungen des Klimawandels

Im Vereinigten Königreich gibt es infolge des Klimawandels einen Trend zu wärmeren Wintern und heißeren Sommern, der Meeresspiegel der britischen Küste steigt jährlich um etwa 3 mm und es gibt Anzeichen für eine Änderung der Niederschlagsmuster. Klimawissenschaftler erwarten, dass Hitzewellen wie jene im Jahr 2003, in den 2040er-Jahren infolge der Klimakrise zur Norm geworden sind. Modellrechnungen aus dem Jahr 2019 ergeben, dass London bereits bei Eintritt des als optimistisch eingeschätzten RCP4.5-Szenarios in eine andere Klimazone verlagert werden würde; demnach wäre das Klima in London bereits im Jahr 2050 dem bisherigen Klima im spanischen Barcelona ähnlicher als dem bisherigen in London. Auch Extremwetterereignisse werden häufiger und intensiver; so ließ sich bspw. nachweisen, dass sich die Überschwemmungen in England 2013–2014 ursächlich auf den vom Menschen verursachten Klimawandel zurückführen lassen.

Flora und Fauna

Wegen des relativ milden Klimas und verschiedener Böden gibt es eine gewisse Vielfalt an Pflanzengesellschaften. Ursprünglich waren die Britischen Inseln insbesondere in den Tiefebenen mit großen Wäldern bedeckt, hauptsächlich mit Eichen- und anderen Laubwäldern. Ausnahmen waren Gebiete des Marschlandes, wie die Fens. In höheren Lagen, wie in Schottland, und auf sandigeren Böden gab es große Kiefern-Waldgesellschaften. Aufgrund anhaltender Abholzung und vermehrter landwirtschaftlicher Nutzung ist der Waldbestand über die Jahrhunderte zurückgegangen, sodass heute noch etwa 9 Prozent der Landfläche mit Bäumen bedeckt ist. Seit dem 20. Jahrhundert wird versucht, die Wälder wieder aufzuforsten. Größere Wälder gibt es heute in Schottland sowie vereinzelt im Süden und Osten Englands und in Wales. Vorkommende Baumarten sind hauptsächlich Eichen-Arten, die Rotbuche, die Gewöhnliche Esche und Ulmen. In Schottland wachsen hauptsächlich die Waldkiefer, die Gemeine Fichte und Birken-Arten.Die Kulturlandschaften zwischen den Gebirgen sind mit zahlreichen Mooren und verschiedenen Wiesen und Heiden bedeckt. Es gibt Apfel- und Kirschbaumkulturen. Verschiedene Arten von krautigen Pflanzen sind in großen Teilen des Landes heimisch. Es gibt über 1600 Pflanzenarten.

Die Fauna ist ähnlich der in anderen Gebieten Nordwesteuropas, jedoch weniger vielfältig. Der ehemals heimische Wolf, das Wildschwein, der Wisent und der Braunbär wurden ausgerottet. Wild lebende Großsäugetiere sind Rothirsch und Reh. Eingebürgert sind der Damhirsch, Sikahirsch und das Wasserreh. Andere verbreitete heimische Arten sind der Feldhase, Igel, Rotfuchs, Wiesel sowie Spitzmaus und Otter. Verbreitete Vogelarten sind die beiden Sperlings-Arten, die Drossel, Rabenkrähe, Tauben sowie Finken. Das heimische Eichhörnchen wird zunehmend durch das ausgesetzte nordamerikanische Grauhörnchen verdrängt und droht völlig zu verschwinden. Eine weitere ursprünglich nicht heimische Säugetierart ist der Mink, ein nordamerikanischer Verwandter des Nerzes. In den Küstenregionen leben der Seehund und die Kegelrobbe. Nordirlands Tier- und Pflanzenwelt ähnelt in weiten Teilen der auf der britischen Hauptinsel.

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Das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland, kurz Vereinigtes Königreich, ist ein auf den Britischen Inseln vor der Nordwestküste Kontinentaleuropas gelegener europäischer Staat und bildet den größten Inselstaat Europas.

Geographie

Das Vereinigte Königreich besteht aus der Hauptinsel Großbritannien und etwa einem Sechstel der Insel Irland. Um die Hauptinsel liegen ungefähr 800 kleinere Inseln; die wichtigsten Inselgruppen sind Shetland und Orkney in der Nordsee nördlich von Schottland, die Äußeren Hebriden und die Inneren Hebriden im Atlantischen Ozean westlich von Schottland, Anglesey in der Irischen See nördlich von Wales, die Scilly-Inseln in der Keltischen See südwestlich von England sowie die Isle of Wight im Ärmelkanal vor der englischen Südküste. Die einzige Landgrenze besteht auf der Insel Irland zur Republik Irland; diese ist 360 Kilometer lang.

Klima

Das Vereinigte Königreich liegt ganz in der gemäßigten Klimazone. Das Klima ist feucht und aufgrund des Einflusses des Golfstroms wärmer als in anderen Gebieten auf den gleichen Breitengraden. Aufgrund der Lage des Landes in der Konvergenzzone von kalter polarer und warmer tropischer Luft ist das Wetter sehr unbeständig. Allgemein ist das Klima im Süden und Osten wärmer und trockener als im Norden und Westen. Die Regenmenge beträgt im Norden durchschnittlich 1000 mm pro Jahr, im Süden 700 mm. Am feuchtesten ist es in den westlichen Highlands mit über 3000 mm jährlich, am trockensten in Essex mit 600 mm (in besonders trockenen Jahren sogar nur 450 mm).

Während zwei Dritteln des Jahres ist der Himmel bewölkt, so dass die durchschnittliche jährliche Sonnenscheindauer relativ gering ist. An der englischen Südküste beträgt diese 1750 und 2100, im westlichen Teil Schottlands oft weniger als 1000 Stunden. Das Land ist relativ selten von Naturkatastrophen betroffen, vor allem im Winter können jedoch starke Sturmwinde (bis zu Orkanstärke) und Überschwemmungen auftreten. Nebel tritt vor allem im Winter in den bergigen bzw. hügeligen Regionen sowie an der Küste auf.

Die höchste je im Vereinigten Königreich gemessene Temperatur ist 40,3 °C am 19. Juli 2022 in Coningsby und Waddington, zwei Ortschaften in der Grafschaft Lincolnshire in der Region East Midlands. Am kältesten war es am 30. Dezember 1995 bei Altnaharra in Sutherland mit −27,2 °C. Da die Durchschnittstemperatur auch im Winter meist über dem Gefrierpunkt liegt, fällt nur wenig Schnee. Ausnahme sind die schottischen Highlands, wo während einigen Wochen die Schneedecke dick genug ist, um Wintersport ausüben zu können.

Auswirkungen des Klimawandels

Im Vereinigten Königreich gibt es infolge des Klimawandels einen Trend zu wärmeren Wintern und heißeren Sommern, der Meeresspiegel der britischen Küste steigt jährlich um etwa 3 mm und es gibt Anzeichen für eine Änderung der Niederschlagsmuster. Klimawissenschaftler erwarten, dass Hitzewellen wie jene im Jahr 2003, in den 2040er-Jahren infolge der Klimakrise zur Norm geworden sind. Modellrechnungen aus dem Jahr 2019 ergeben, dass London bereits bei Eintritt des als optimistisch eingeschätzten RCP4.5-Szenarios in eine andere Klimazone verlagert werden würde; demnach wäre das Klima in London bereits im Jahr 2050 dem bisherigen Klima im spanischen Barcelona ähnlicher als dem bisherigen in London. Auch Extremwetterereignisse werden häufiger und intensiver; so ließ sich bspw. nachweisen, dass sich die Überschwemmungen in England 2013–2014 ursächlich auf den vom Menschen verursachten Klimawandel zurückführen lassen.

Flora und Fauna

Wegen des relativ milden Klimas und verschiedener Böden gibt es eine gewisse Vielfalt an Pflanzengesellschaften. Ursprünglich waren die Britischen Inseln insbesondere in den Tiefebenen mit großen Wäldern bedeckt, hauptsächlich mit Eichen- und anderen Laubwäldern. Ausnahmen waren Gebiete des Marschlandes, wie die Fens. In höheren Lagen, wie in Schottland, und auf sandigeren Böden gab es große Kiefern-Waldgesellschaften. Aufgrund anhaltender Abholzung und vermehrter landwirtschaftlicher Nutzung ist der Waldbestand über die Jahrhunderte zurückgegangen, sodass heute noch etwa 9 Prozent der Landfläche mit Bäumen bedeckt ist. Seit dem 20. Jahrhundert wird versucht, die Wälder wieder aufzuforsten. Größere Wälder gibt es heute in Schottland sowie vereinzelt im Süden und Osten Englands und in Wales. Vorkommende Baumarten sind hauptsächlich Eichen-Arten, die Rotbuche, die Gewöhnliche Esche und Ulmen. In Schottland wachsen hauptsächlich die Waldkiefer, die Gemeine Fichte und Birken-Arten.Die Kulturlandschaften zwischen den Gebirgen sind mit zahlreichen Mooren und verschiedenen Wiesen und Heiden bedeckt. Es gibt Apfel- und Kirschbaumkulturen. Verschiedene Arten von krautigen Pflanzen sind in großen Teilen des Landes heimisch. Es gibt über 1600 Pflanzenarten.

Die Fauna ist ähnlich der in anderen Gebieten Nordwesteuropas, jedoch weniger vielfältig. Der ehemals heimische Wolf, das Wildschwein, der Wisent und der Braunbär wurden ausgerottet. Wild lebende Großsäugetiere sind Rothirsch und Reh. Eingebürgert sind der Damhirsch, Sikahirsch und das Wasserreh. Andere verbreitete heimische Arten sind der Feldhase, Igel, Rotfuchs, Wiesel sowie Spitzmaus und Otter. Verbreitete Vogelarten sind die beiden Sperlings-Arten, die Drossel, Rabenkrähe, Tauben sowie Finken. Das heimische Eichhörnchen wird zunehmend durch das ausgesetzte nordamerikanische Grauhörnchen verdrängt und droht völlig zu verschwinden. Eine weitere ursprünglich nicht heimische Säugetierart ist der Mink, ein nordamerikanischer Verwandter des Nerzes. In den Küstenregionen leben der Seehund und die Kegelrobbe. Nordirlands Tier- und Pflanzenwelt ähnelt in weiten Teilen der auf der britischen Hauptinsel.

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